Architects - All our Gods have abandoned us

Album:All our Gods have abandoned usBand:ArchitectsRelease:27.05.2016Genre:MetalcoreFormat:CD AlbumLabel:Epitaph RecordsWir sagen:1 Stern2 Stern3 Stern4 Stern5 Stern


Review

Ich fasse zusammen: Boah.
Was die ARCHITECTS auf ihrem neuen Album anstellen, darf man wohl gerne als moderne Version von Metal bezeichnen. Natürlich kann man das Album noch mit dem -core-Anhängsel bedenken, dann aber nur mit dem Zusatz, dass die Band hier eine aktuelle Interpretation zeigt, die (nicht nur anderen Bands) aufzeigt, wie man aus der vermeintlichen Einbahnstraße ausbrechen und neue Akzente setzen kann.
Während der Opener \'Nihilist\' gleich gut nach vorne geht und mit dem gebrüllten Albumtitel sicherlich gerade auch live für einige Unterhaltung sorgen wird, zeigt sich auf den nachfolgenden Songs, warum die Band mittlerweile zu den Innovatoren der Szene gezählt werden muss: Ja, der Sound ist immer noch relativ clean und den Schlagzeug-Sound finde ich wie bei den meisten Metalcore-Alben nicht so richtig ansprechend, es zeigt sich aber, dass eine charakteristische Stimme des Sängers, die zudem noch gut zwischen cleanen Parts und trotzdem melodiösem Gebrüll gut zu wechseln vermag, schon mal viel ausmacht. Dazu kommt dann noch ein durchaus ausgereiftes Songwriting, dass an den richtigen Momenten durch kurze, ruhige Momente durchbrochen wird, in denen Synthie und ein paar elektronische Spielereien für etwas Abwechslung sorgen - auch wenn die ARCHITECTS weit davon entfernt sind, so etwas wie ruhige Interludes einzubauen, die meiste Zeit über gibt es ziemlich satt was auf die Ohren...
Textlich spielt man mit dem Album ebenfalls in der eher gehobenen Liga, die anti-religiösen Texte waren so ähnlich zwar auch auf den Vorgängern immer schon mal zu finden, unter dem Thema des Albums finden sich aber ein paar durchaus ansprechende Aspekte, die von Sänger Sam Carter eindringlich vorgetragen werden.

Mit \'Memento Mori\' zeigt man dann zum Abschluss des Albums auch noch, dass man Stücke mit über 8 Minuten Dauer problemlos beherrscht und sich hier eine Mathcore-epische Schlacht mit den Ohren des Hörers liefert.

Fazit: Extrem gelungenes Album, das zeigt, wie Metalcore 2016 klingen kann, wenn man sich nicht nur auf Formel X berufen möchte.


Verfasst von Bexx am 06.07.2016 um 18:27 Uhr | Comments: 0


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