Arktis - Meta

Album:MetaBand:ArktisRelease:24.06.2016Genre:MetalcoreFormat:CD AlbumLabel:People Like You RecordsWir sagen:1 Stern2 Stern3 Stern4 Stern5 Stern


Review

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Das ist ja nun mal auch ganz normal und somit nicht weiter wild. Bei Alben kann einem sowas allerdings dann ja doch schon mal den Höreindruck ein wenig schmälern, von daher ist also etwas Vorsicht geboten:
Passend dazu legt die Hannoveraner Band mit ihrem Debüt gleich ein Doppelalbum vor - das kann man bei einem Erstling für durchaus ambitioniert halten, CD Nummer 2 besteht allerdings aus Coverversionen aktueller deutsch-sprachiger Songs...
Und damit fangen wir dann mal beim Schatten an: CD2 ist für meine Ohren komplett überflüssig, das KOLLEGAH-Cover finde ich ein Stück weit ganz unterhaltsam, den Rest der Stücke finde ich im Original grausam oder unhörbar, da ändern auch die Cover nix dran. Was ich der Band lasse - es ist wenigstens ein etwas anderer Ansatz, sich bei den Covern nur aktuelle Sachen vorzuknöpfen und die anders zu interpretieren... Die erwartbaren Klassiker, die man sonst auf Coverauskopplungen um die Ohren gehauen bekommt, bleiben also erfreulicherweise außen vor. Trotzdem spricht mich das einfach null an - und weil ich die Hoffnung immer noch nicht aufgegeben habe, dass es einen Unterschied zwischen Musik und seelenlosem Chartkram gibt, gibt es da auch nur den einen Punkt für das KOLLEGAH-Cover...
Die erste CD ist dann zum Glück mit weitaus mehr Licht durchsetzt - und das ist das Album mit den eigenen Stücken. Positiv sind auf jeden Fall die Aspekte des deutsch-sprachigen Gesangs (auch wenn das mittlerweile keinen Seltenheitswert mehr hat ist es zumindest im Metalcore eine noch nicht komplett plattgetrampelte Wiese), die sehr variable Stimme des Sängers, die zwischen Gesang und Shouts ausgewogen pendelt (auch wenn der Wechsel zwischen cleanem Gesang und Geschrei mittlerweile keine wirkliche Neuigkeit mehr ist) und das tatsächlich gelungene Songwriting, dass ein für ein Debüt durchaus beeindruckendes Maß an Gefühl für die richtigen Melodien aufweist (hier keine angefügte Klammer mit Einschränkungen). Die etwas arg glatte Produktion finde ich persönlich beim Hören auf Dauer etwas langweilig, die Abwechslung im Songwriting wiegt das aber zu einem guten Teil auf.
Ich fühle mich teilweise ein bisschen an Bands wie NARZISS erinnert, teils an Sachen wie DEVIL INSIDE... Was für mich nicht die schlimmsten Vergleiche sind...

Ein durchaus starkes Debüt, die zweite CD hätte es allerdings echt nicht gebraucht. Trotzdem: Da geht was!!


Verfasst von Bexx am 05.07.2016 um 23:15 Uhr | Comments: 0


Kommentare

Gebt euren Senf dazu!

Bisher wurden keine Kommentare zu diesem Artikel abgegeben!





 Schickt mir den FetzOrDie Newsletter!


* Bitte fülle diese Felder aus!
Eure E-Mail wird nicht veröffentlicht!