Circa Zero - Circus Hero

Album:Circus HeroBand:Circa ZeroRelease:04.04.2014Genre:PopFormat:CD AlbumLabel:UniversalWir sagen:1 Stern2 Stern3 Stern4 Stern5 Stern


Review

Ich weiß, ich bin unentschuldbar spät dran mit diesem Review... Was in mehrfacher Hinsicht ziemlich doof ist: Zum einen ist es der Band, dem Label und der Promoagentur gegenüber unfair, die sich Mühe geben, Arbeit damit haben und mir die Musik ja auch so zugänglich machen, es also damit verdient haben, dass man sich damit beschäftigt und ihnen nach Möglichkeit zeitnah eine Rückmeldung zukommen lässt, das ist ja das Prinzip hinter Promoarbeit... Hab ich verkackt... Ziemlich. Tut mir deswegen auch leid, denn nen unprofessionellen Eindruck zu machen ist irgendwie dämlich, wenn man Spaß an Musik (hören) hat und nen Fanzine / Webzine betreibt.
Zum zweiten ist das aber auch sau blöd, weil ich so einfach die Gelegenheit vergeigt habe, euch auf ein ziemlich gelungenes Sommer-Album hinzuweisen. Ich könnte mich jetzt mit der Ausflucht zu retten versuchen, dass in den letzten Jahren der Spätsommer immer ganz ordentlich war und es, dem Blick aus dem Fenster zum trotz, vermutlich tatsächlich noch mal wärmer wird, Fakt ist aber auch, dass die erste richtig schöne Phase des Sommers schon durch ist. Eine Phase, zu der man das Album von Andy Summers (dem geneigten Musikliebhaber bekannt aus The Police) und Rob Giles (der mir banausenhaft bisher nicht wirklich geläufigen The Rescues) nur zu gut hätte hören können.
Circa Zero bieten süßlichen, deutlich in den 80ern beheimateten Poprock, Police scheinen mehrfach recht deutlich durch, was an der Gitarrenarbeit von Herrn Summers zu liegen scheint. Rob Giles arbeitet sich dazu mit verschiedenen Stimmlagen an den Melodien ab, das ganze ist schön eingängig, da haben zwei Leute offenbar gut aufgepasst beim 1x1 des Poprock.
Ab der Mitte des Albums wird die ganze Angelegenheit dann etwas seichter, die Songs bleiben weniger gut im Ohr haften, funktionieren als Hintergrundmusik aber immer noch recht gut (was in so nem Review allerdings ja immer die Aussage ist, die man gerne vermeidet, was das so ein kodierter Verriss ist). Ist in diesem Fall wirklich nicht böse gemeint, einige der Songs sind schon recht deutlich in Richtung Radio oder Muzak-Tauglichkeit geschrieben, nicht aufdringlich, nett anzuhören, aber auch schnell wieder vergessen.
Wenn ein nächstes Album aus mehr Songs besteht, wie die auf der ersten Hälfte des Albums versammelten (den Opener 'Levitation' kann man sich unten beschauen), könnte es gut sein, dass Herr Summers in näherer Zukunft nicht mehr ständig die Frage nach einer Police-Reunion beantworten muss, zeigt er doch hier, dass er auch ohne Sting und Steward Copeland in der Lage ist, richtig gute Sachen zu veröffentlichen (zu einer Reunion würde ich trotzdem gehen).


Verfasst von Bexx am 24.08.2014 um 20:42 Uhr | Comments: 0


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