Divided by Friday - Prove it
Album:Prove ItBand:Divided by FridayRelease:09.09.2011Genre:PopPunkFormat:CD EPLabel:Hopeless RecordsWir sagen:




Review
Divided by Friday aus North Carolina gehören zu dem Schwung an Bands, die Hopeless Records dieses Jahr veröffentlicht. Wo Licht ist, ist auch Schatten, was zum einen für die Vielzahl der Veröffentlichungen generell, wie auch für dieses Album im speziellen gilt.
Denn während die Musik irgendwo zwischen gefällig, unspektakulär und durchaus ganz ansprechend ( 'Lost in Limbo' geht ganz gut nach vorne), dabei gerne mal an Fall Out Boy erinnernd, vor sich hin läuft, kriege ich bei näherem Betrachten der Credits ein paar Pickel...
Zum einen könnte man jetzt drüber streiten, ob die Band generell eher Punk, Pop-Punk, Rock oder irgendwas mit Emo- im Titel zugerechnet werden sollte. Weil ich diesen Schubladenmist aber nicht mag, geht die generelle Schiene poppiger Punk durchaus in Ordnung. Die Aufmachung in ner klappbaren Pappbox ist auch durchaus ansprechend, hat was, wenn sie vom Format her auch nicht dem gängiger CDs entspricht. Dass die Spielzeit mit knappen 20min eher kurz ist (wobei ich das Album deswegen auch einfach mal als EP laufen lasse), ist man von Hardcore-Bands noch viel mehr gewöhnt.
Die Tatsache, dass die Band bei den Credits aber ganz vorneweg dem Herrn Jesus Christus dankt, ist dann so der Punkt, bei dem es bei mir mit den Punktabzügen anfängt. Ganz abgesehen von der ewigen Diskussion, ob Christentum und Punk denn überhaupt kombinierbar sind, erscheint das Album dadurch gleich ein wenig wie eine gute geplante Kampagne irgendeiner der unzählichen amerikanischen christlichen Vereine, um Jugendliche ansprechen zu können. Ich habe kein Problem mit Religionen und Glauben, von mir aus auch nicht mit organisierten Religionen, solange jeder halt mit seinem Ding glücklich wird. Aber dieses drauf-herum-reiten kann ich nicht ertragen. Ich fand das in den 90ern mit dem Krishna-Zeug im Hardcore schon nervig. Mittlerweile ist es einfach so, dass ich keinen Bock drauf habe, von irgendwem vermeintlich bekehrt zu werden... Mich interessiert euer Scheiß nicht, in vielen der größeren / organisierten Religionen sehe ich vor allem diesen Drohungs-Aspekt zu stark durchscheinen, als dass er mit meinen Vorstellungen irgendwie vereinbar wäre. Im Moment sind es 'nur' die Christen, die sich versuchen, in unserer Szene breit zu machen und Leute zu bekehren, ich warte schon auf 'Allah Hardcore' oder was vergleichbares. Niemals... Von mir aus glaubt an Christus, aber lasst die Leute doch einfach ihre eigenen Erfahrungen machen... Es ist halt nicht sehr glaubwürdig, dass dieser Glaube nicht mit nen Auslöser dafür gewesen ist, ne Band zu gründen und neue Schafe zu rekrutieren. Finde ich persönlich zum kotzen.
'The dark passenger' ist dann, zumindest aus europäischer Sicht, stellenweise fast ungewollt komisch: Jose Villanueva singt über seinen Wunsch, gewartet haben zu wollen, sich dann aber doch zuvorehelichem Verkehr hingerissen lassen zu haben. Auf der einen Seite ist das echt mal ne andere Seite, das Liebe-Thema zu beleuchten. Auf der anderen Seite ist das einfach gar nicht meine Welt. Anyway...
Verfasst von Bexx am 06.11.2011 um 15:55 Uhr | Comments: 0
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