Napalm Death - Apex Predator - Easy Meat

Album:Apex Predator - Easy MeatBand:Napalm DeathRelease:26.01.2015Genre:ThrashFormat:CD AlbumLabel:Century MediaWir sagen:1 Stern2 Stern3 Stern4 Stern5 Stern


Review

Napalm Death fallen auch unter die Kategorie \'lebende Legenden\'. Ich war jetzt zu faul, nachzugucken, wie viele Alben die Band mittlerweile veröffentlicht hat, aber seitdem ich mich etwas ernsthafter mit Musik beschäftige, kenn ich auch Napalm Death. Mein Einstiegsding war die \'Nazi Punks Fuck Off\'-7\", die schon beim Auspacken deutliche machte, wo man die Band zu verorten hatte. Ich bin zwar nie der größte Fan gewesen, in schöner Regelmäßigkeit fallen mir dann aber doch mal wieder Alben in die Hände, auch wenn ich da ganz sicher die ein oder andere, mehr oder weniger große, Pause zwischen Veröffentlichungen, durchgemacht habe...
Mit \'Apex Predator - Easy Meat\' gibt es jetzt also mal wieder richtig was auf die Zwölf, in den ganz knapp über 40 Minuten, die das Album für einen Durchlauf braucht, gibt es 14 Keulen, die an den richtigen Momenten mal kurz runtergebremst werden, wodurch das ganze Spektakel aber eigentlich nur noch bösartiger wirkt, als wenn Barney sich zu rasendem Grindcore-Lärm die Seele aus dem Leib keift.
Mein persönlicher Favorit ist \'Stunt your Growth\' - viel wütender kann Grindcore nicht klingen.
Etwas Schade ist die Tatsache, dass der Promo keine Texte beiliegen, denn die machen bei Napalm Death fast genau so viel aus, wie die Musik. In Interviews war das Album als erweitertes Konzeptalbum zu Sklavenarbeit und Arbeit unter menschenunwürdigen Bedingungen angekündigt worden, ausgelöst durch den Einsturz einer Textil-Fabrik in Bangladesch mit unzähligen Toten. So weit verständlich oder schon in Form von Lyric-Sheets im Netz vorhanden, nimmt die Band auch in diesem Fall mal wieder kein Blatt vor den Mund.
Insgesamt ist das Album wesentlich weniger verspielt als der Vorgänger \'Utilitarian\', zeigt Napalm Death nach wie vor auf der Höhe ihrer Schaffenskraft und fügt der schon recht beeindruckenden Diskopraphie ein weiteres gelungenes Album hinzu.

(Es ist übrigens Album Nummer 15.)


Verfasst von Bexx am 18.01.2015 um 14:15 Uhr | Comments: 0


Kommentare

Gebt euren Senf dazu!

Bisher wurden keine Kommentare zu diesem Artikel abgegeben!





 Schickt mir den FetzOrDie Newsletter!


* Bitte fülle diese Felder aus!
Eure E-Mail wird nicht veröffentlicht!