Toxpack - Friss

Album:Friss!Band:ToxpackRelease:12.09.2014Genre:RockFormat:CD AlbumLabel:Better Than HellWir sagen:1 Stern2 Stern3 Stern4 Stern5 Stern


Review

Die Berliner Toxpack sind schon so lange unterwegs, dass ich jedes Mal stutze, wenn ich sie jetzt im Zusammenhang mit der \'Neuen Deutschen Härte\' oder in diesem Deutschrockthema entdecke - mag sein, dass ihnen die Entwicklung der letzten Jahre da jetzt auch einen Zuwachs an Zuschauern eingebracht hat. Im Vergleich zum Vorgänger \'Bastarde von Morgen\' geht man hier auch etwas gemäßigter zu Werke, man könnte der Band auch vorwerfen, den etwas rockigeren Aspekt zu betonen. Den \'klassischen\' East Berlin Street Core findet man noch, ist aber deutlich zurückgedrängt. Den Songs tut das nicht zwingend schlecht, die Frage ist halt, von welcher Seite aus man sich der Band nähert. Für den Deutschrockhörer dürfte das Album den Einstieg in die Band erleichtern, Fans gerade der frühen Alben dürften hier nen zweiten oder dritten Durchlauf benötigen, bis das Werk so richtig zündet.
Dabei hat man textlich tatsächlich einige wirklich gute Sachen am Start, die über die üblichen Floskeln anderer Bands deutlich hinaus gehen und klarer Stellung beziehen, als man es von anderen Gruppen dieser Richtung mittlerweile gewohnt ist. Das ist auf jeden Fall einer der größten Pluspunkte des Albums, der Beliebigkeit wird hier deutlich ins Gesicht gerotzt.
Für Diskussionen dürfte eventuell \'Nichts hören, sehen, sagen\' sorgen, tritt hier mit Stephan Weidner doch ein in Punkkreisen alles andere als Unumstrittener Gast ins Spotlight. Doch gerade der Song ist inhaltlich so gut geworden, dass ich hier ein Zitat von Sammy Amara aus nem Interview mit dem Rock Hard im Sommer nutzen will, der dort meinte, dass er es für wesentlich effektiver hält, wenn jemand wie Stephan Weidner sich dahingehend äußert, dass er rechte Tendenzen zum kotzen findet und die Leute sich nicht von irgendwelchen Parteien vereinnahmen lassen sollen für deren Zwecke, als wenn er oder Campino sich da \'mal wieder\' in dieser Richtung positionieren würden, weil die Leute, die da im Graubereich unterwegs sind, ihnen eh nicht zuhören würden. Von daher in meinen Augen also nen sehr gelungener Punkt mit nem tatsächlich sehr guten Part vom Weidner. Muss man nicht mögen - ihn oder Toxpack deswegen jetzt zu verdammen, fände ich allerdings eher dümmlich.
Darüber hinaus (es ist ja nicht nur der eine Song) ist das Album sicherlich in der Schnittmenge Deutschpunk / Deutschrock eins der gelungenen, Toxpack schaffen es mit \'Friss!\', sich im Licht zu bewegen. Intro und Outro passend zum Songtitel zu benennen bringt bei mir auch noch nen Bonuspunkt, ich mag ja so ne \'Liebe zum Detail\'.


Verfasst von am 06.12.2014 um 22:37 Uhr | Comments: 2


Kommentare

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