02.10.2010 - Souls for Sale Record Release-Party

Event:02.10.2010 - Souls for Sale Record Release-PartyLocation:FlaFlaStadt:HerfordDate:02.10.2010Link:http://www.flafla.de/cms/Line Up:Souls For Sale - Brighton Days - Krawehl

Als ich das letzte Mal im FlaFla war, hatte das noch ganz andere Örtlichkeiten und es spielten UNDYING und WALLS OF JERICHO, alles noch ganz klein, aber schon da ziemlich gut. Das dürfte allerdings auch mindestens fünf bis sieben Jahre her sein (ich weiß es nicht mehr genauer) und seitdem hat mich das FlaFla nicht mehr gesehen, denke ich. Anyway, die neue Lage direkt gegenüber dem Bahnhof ist gar nicht mal so schlecht gelegen, drinnen riecht es noch nach neuer Farbe, es gibt eine kleine Bühne, einen nett aufgemachten Raum mit Theke und entsprechend des Anlasses wird die Veröffentlichung von ‚All my favorite Love Songs are by Cannibale Corpse‘ verbunden mit einer Freibierparty. Das erklärt dann vermutlich auch das zumindest in Teilen eher untypische Publikum, das es auch nicht unbedingt lange im Konzertraum aushält, als BRIGHTON DAYS (ehemals AREA 23) loslegen. Ich kenn die Jungs nicht, wenn die früher melodischen Krach gemacht haben, hat sich die Musik auf jeden Fall gewandelt, es gibt Punkrock mit teils deutschen, teils englischen Texten (glaube ich, der Sound war nicht sehr gut), irgendwo zwischen MADSEN und SMOKE BLOW… Und während ich letztere mag, konnte ich mit den Jungs aus Bünde leider nicht wirklich viel anfangen.

Nach kurzer Umbaupause dann die Lokalhelden von KRAWEHL, die sich im Moment auf Deutschlandtour befinden. Netter Lärm der Drei-Mann-Kombo, die allerdings auch unter einem eher mäßigen Sound zu leiden hatten… Viele tanzende Hippie-Punks, sehr viele Leute, die ständig zwischen Theke und Konzertsaal pendeln und ganz viel BlaBla draußen auf der Treppe…

Dann, irgendwann, endlich SOULS FOR SALE. Hier macht der eher bescheidene Sound gar nicht mehr so viel Unterschied, gibt es doch in der Schnittmenge zwischen Punk, Hardcore, Crust und Geballer genügend Platz für Distortion. Auf Grund der Enge des Konzertraums (oder der guten Füllung des selbigen, mittlerweile hat sich eine durchaus annehmbare Menge Volk eingefunden) bleibt die Bewegung auf Seiten des Publikums eher spärlich, die Band geht dafür sofort steil, animiert die Menge zum schnellen trinken, spielt, knüppelt und krakeelt sich durch die Setlist und alle Anwesenden haben ihren Spaß. Hervorzuheben wäre die Band-einheitliche Kleidung im White Trash / Asi-Look, als Alleinstellungsmerkmal definitiv eine Sache, die beibehalten werden sollte. Denn Glanzig klettert immer wieder auf den Boxen rum, prostet der anwesenden Menge zu, verzichtet aber (das hätte zum Outfit gut gepasst) darauf, die Menge zu bespucken… Ein rundum gelungener Abend und eine würdige Veröffentlichungsfeier, den nachher noch auflegenden DJ habe ich wegen akuten Schlafmangels dann aber doch verpasst…

bexx.

Verfasst von raphi am 19.10.2010 um 19:08 Uhr