27.03.2008 - Soundz of the City - Bielefeld
Event:Soundz Of The CityLocation:Bunker UlmenwallStadt:BielefeldDate:27.03.2008Link:http://www.bunker-ulmenwall.deLine Up:Choleric - Marjorie - Borderline Nation
Bis zu vier mal im Jahr dürfen beim Sound of the City Festival im Bielefelder Bunker kleine oder auch schonmal größere Bands aus der Stadt und dem Umland auftreten.Bei dieser Ausgabe waren es drei Bielefelder Bands, von denen zwei ihren ersten Auftritt hatten.
Ist der Bunker doch oftmals nur spärlich besucht war es bei er ersten Band schon erstaunlich voll.
Borderline Nation, eine Combo die sich, wenn ich es richtig verstanden habe, aus verschiedenen ehemaligen Bands zusammengefunden hat, war einer der Bands die ihren ersten Auftritt absolvierten. Ihre Musik beschreibt die Band selber als eine Mischung aus Post Punk und Hardcore. Eigentlich recht zutreffend, doch was mich sehr erstaunte war der Sänger, der mit Hilfe von Karnevalsschminke im Backstage zum traurigen Clown wurde. Nun ja, wer´s mag. So ganz ins Bild der Band passte der Sänger auch nicht aber seine Stimme war überzeugend und auch der Rest der Band lieferten solide Arbeit. Im Gegensatz zum Sänger, der auch schonmal beim Schreien auf dem Boden lag, verhielten sich Gitarrist und Bassist noch etwas zurückhaltend. Für den ersten Auftritt war das echt gut und ein guter Opener für den Abend.
Marjorie, die Band die sich nach der allwissenden Müllhalde der Fraggles benannt hat stand ebenfalls vor ihrem ersten Auftritt. Doch auch hier haben alle Bandmitglieder bereits in anderen Bands ordentlich Bühnenerfahrung sammeln können. Man kann die Band gut und gerne als die Nachfolger Band der Moshcombo In These Times bezeichnen. In der alten Truppe gab es aber dermaßen viele Besetzungswechsel (In der Zeit von 2000-2007 alleine 4 Schlagzeuger und 2 Bassisten), dass sie 2007 das Kapitel beendeten und 2008 wie Phoenix aus der Asche mit neuem Namen und teilweise auch neuen Gesichtern auftauchten.
Die Band hatte ihre eigene ""alt-Omma-Wohnzimmerlampe" dabei und verhalf so dem Bunker zu noch mehr Gemütlichkeit als sowieso schon vorhanden.
Mittlerweile ist die Band musikalisch bei Screamo mit deutschen Texten gelandet und baut gerne recht chaotisch Parts mit ein. Sänger Holger wurde während des ca. 20 minütigen Auftritts zum Wüterich und gab wirklich alles was der Körper und insbesonderen die Stimmbänder hergaben. Einige Songs gefielen mir wirklich ausgesprochen gut, auch wenn ich teilweise Probleme hatte den Songstrukturen zu folgen. Teilweise einfach zu chaotisch. Vielleicht war das aber auch einfach nur die Live-Version denn mit Meer ertrinkt gibt es auf ihrer My-Space einen Appetithappen der rumdum gelungen ist. Wollen wir hoffen, dass der Verschleiß an Bandmitgliedern endlich gestoppt ist und die Band sich in dieser Form etabliert.
Danach war ich mit meiner Band Choleric dran und schon nach Songs 1 waren wir vom Pech verfolgt. Saite gerrissen, Ersatzgitarre von Marjorie geborgt. Dann festgestellt, dass der Gitarrengurt nicht hält usw. zack, schon waren 20 Min. rum die wir mehr oder weniger gut überbückten. Unser Gitarrist Marcel spielte mittlerweile wieder mit und das sitzend auf einem Stuhl, da ja wie gesagt der Gurt nicht hielt. Ein herrlicher Anblick und ich konnte mich hinter dem Schlagzeug vor lachen kaum beherrschen. Nach einigen weiteren Pausen, mehr oder weniger freiwilig, zogen wir unser Set weiter durch nur unterbrochen von einer Schnapspause, da Kollege Gräfe uns eine Runde 75%igen besorgt hatte. Bah! Als Zugabe gab es von uns noch den Smash-Hit Straight Up von Paula Abdul aus dem Jahre ´89 und danach ging es wie bei uns in der Band üblich noch in die nächstbeste Kneipe um den Abend standesgemäß bei ein paar Bieren ausklingen zu lassen.
Verfasst von raphi am 20.04.2008 um 16:36 Uhr
