27.05.2009 - Terror, Born From Pain - Schweinfurt, Alter Stattbahnhof
Event:Terror, Born From Pain u.a. - Schweinfurt, Alter StattbahnhofLocation:Alter StattbahnhofStadt:SchweinfurtDate:27.05.2009Link:http://www.stattbahnhof-sw.de/Line Up:Terror - Born From Pain - Stick To Your Guns - Trapped Under Ice
Zwischendurch muss sich der brave Student ja mal ein bisschen Abwechslung gönnen, immer nur büffeln taugt ja nicht wirklich was. So bietet es sich also an, einen kleinen Abstecher ins nahe gelegene Schweinfurt zu machen um den Abend mit munteren Klängen ausklingen und sich die Gehörgänge und den Krempel dazwischen mal wieder ordentlich durchpusten zu lassen.Der Alte Stattbahnhof ist ein feiner Club mit ner recht kleinen Bühne, hat aber so eigentlich alles, was man sich für ne HC- oder Punk-Show so wünscht, und an diesem Abend ist er auch satt voll. Hier kenne ich zwar noch nicht wirklich viele Gesichter, aber in Anbetracht der guten Menge an Shows, die dort dieses Jahr noch stattfinden sollen wird sich das ja vielleicht auch noch ergeben.
Eröffnet wird der Abend von Trapped Under Ice aus Baltimore, die Band bietet soliden Hardcore der etwas stumpferen Sorte, relativ unspektakulär, für die erste Band des Abends ist die Sache ganz okay, auch wenn mich das nicht wirklich vom Hocker reißen kann.
Bei Stick To Your Guns sieht das gleich schon wieder ganz anders aus: Die Band geht von der ersten Minute an richtig steilt und groovt sich mörderisch durch ihr halb-stündiges Set. Das Publikum macht auch die ersten Aufwärm-Übungen und schnell zeigt sich, wer das Zeug zum Tänzer hat, und wer sich als Affe auf der Tanzfläche zum eben-solchen macht. Bei manchen Leuten packt mich eher das Mitleid, gepaart mit Wut, stumpf in unbeteiligt am Rand stehende Leute zu treten hat für mich einfach absolut gar nichts mit Hardcore zu tun, es stresst mich nicht, wenn Leute steil gehen, aber das hat einfach nix mit der Musik zu tun an der ich Spaß habe. In meinen Augen sollten solche Leute lieber gleich auf die Dorfkirmes gehen, da finden sich genug arme Fackeln, mit denen sie sich prügeln könnten. Stick To Your Guns schlagen sich auf jeden Fall achtsam und wecken schon die Vorfreude auf die beiden verbleibenden Bands des Abends.Born From Pain sind eine der Tour-freudigsten Bands die ich kenne, haben heute allerdings mit einem Handicap zu kämpfen: Sänger Rob ist morgens mit massiven Augenproblemen aufgewacht, die eine sofortige augenchirurgische Intervention nötig machten, bis zum Abend war unklar, ob sein Auge noch zu retten war oder nicht, dementsprechend macht die Band einen ziemlich betretenen Eindruck, als sie diese Nachrichten verkünden. Auch wenn die Überlegung im Raum stand, die Show zu canceln, habe man sich entschieden, die Show wie geplant durchzuziehen, mit der Hilfe diverser Gastsänger. Gastsänger sind so ziemlich alle Leute aus dem bunten Tourtross, auch diverse Roadies dürfen sich am Mic betätigen und verschaffen den Anwesenden so, wenn auch unter den ziemlich traurigen Umständen, einen besonderen Abend. Das Set ist etwas verkürzt und enthält vorrangig alte Sachen, tut der Stimmung aber kaum einen Abbruch. Von dieser Stelle aus gute Besserung an Rob, ich hoffe mal, dass mit der OP alles gut gegangen und er mittlerweile auch auf dem Weg der Besserung ist.
Dann geht es zur Sache, Terror kommen auf die Bühne und der Laden platzt sofort vor überströmender Energie. Mit ‚Lowest of the low‘ geht es los, endlich hab ich das gute Stück mal live gehört, bis jetzt haben sie das auf den Shows, bei denen ich sie gesehen habe, nie gehört. Scott Vogel ist ein durchaus sympathischer Mensch, brüllt sich die Seele aus dem Hals und lädt die Leute immer und immer wieder zu Stagedive-Orgien ein. Es bilden sich wilde Circle-Pits, die ich in der Menge auch eher selten Mal gesehen habe und überhaupt gibt es eigentlich nicht viel an der Show auszusetzen. Nach einer knappen Stunde ist die Show vorbei, konsequent spielt die Band keine Zugabe, unterhält sich aber direkt nach der Show schon mit den Leuten. So ist Hardcore. Am Merch gibt es eine feine Auswahl an Shirts, am besten gefällt mir die Version mit dem Ray-Beez-Gedenk-Aufdruck: In our hearts and in our minds…
Bexx
Verfasst von raphi am 31.05.2009 um 11:09 Uhr | Comments: 0
Kommentare
Gebt euren Senf dazu!
Bisher wurden keine Kommentare zu diesem Artikel abgegeben!
