Mr. Anderson - The Final Show - 14.04.2012 - Bielefeld - AJZ

Event:Mr. Anderson - The Final ShowLocation:JZ KampStadt:BielefeldDate:14.04.2012Link:Line Up:Mr. Anderson - The Art of Losing - H.O.L.M.

Es ist soweit.

Mr. Anderson, seit Jahren einer von Bielefelds Aktivposten in Sachen Punkrock und Melodycore, veröffentlicht ein letztes Album und kündigt gleichzeitig die Auflösung an. Die letzten Shows verteilen sich auf die zwei Wochen vor diesem Termin Mitte April und sind durch die Bank weg gut besucht.
Schon im Vorfeld hatte sich angedeutet, dass der Schlusspunkt in Bielefeld eine außerordentliche Show werden könnte. Nach nur knapp zwei Wochen laufenden Vorverkaufs entschied die Band, die Show vom Falkendom in das JZ Kamp zu verlegen, weil der Falkendom da schon ausverkauft gewesen wäre. Der Vorverkauf läuft weiterhin gut, und schon im Vorfeld sieht es so aus, als ob man auch das Kamp ausverkaufen könnte.

Mit diesen guten Aussichten im Rücken machte die Band sich an die weiteren Planungen. Neben den Langzeitfreunden, die, mit Eike zurück am Gesang, zum einen recht erwartungsgemäß den Abend begleiten werden und seit längerem mal wieder ein bisschen aktiver zu sein scheinen, überrascht die Band mit der Wahl des anderen Supportacts: H.O.L.M. Wenn ZZZ Hacker die faulste Band des Universums sind, sind H.O.L.M. die holprigste. Oder so. Ich habe im Vorfeld leise Zweifel, ob das wirklich funktionieren wird, die Jungs als Support spielen zu lassen, die Band argumentiert aber durchaus nachvollziehbar damit, dass sie für ihren letzten Abend zwei Bands ausgewählt haben, die sie über Jahre hinweg begleitet haben. Das ist schlüssig, stimmig und macht Sinn für die Show, auch wenn nur die Minderheit der Leute was mit H.O.L.M. anfangen konnte.
Die Jungs haben sich aber vorher extra im Proberaum eingeschlossen und fleißig geprobt, und so stehen sie dann um kurz nach 20h, von Hendrik angesagt, auf der Bühne und holpern los. Das Lady Gaga-Cover zum Auftakt erkenne ich relativ spät, was allerdings auch daran liegt, dass ich mit dem Repertoir von Madame Seltsam nicht so richtig gut bewandert bin. Die Band hat ganz offensichtlich Spaß (und bestreitet gleichzeitig den größten Gig ihrer Karriere) und zockt sich fröhlich durch ihr Set. Bei 'The Boys are back in town' gibt Jan sich die Ehre und spielt sich schon mal ein bisschen warm, bei 'The Brews' singt Hendrik sich schon mal warm. Zum Abschluss gibt es mit 'We are Nufcisum' ein Cover von der Mr. Anderson-Vorgänger-Kapelle zu hören, die bei den ganz alten Fans auf deutliche Gegenliebe stößt. Und dann ist es auch schon wieder vorbei...

Das Kamp ist mittlerweile rappelvoll, ausverkauft. Die Stimmung ist auch durchweg gut, es sind Leute überall aus der Republik angereist, um sich diesen letzten Abend nicht entgehen zu lassen...
Und als The Art of Losing die Bühne des Kamps betreten, nimmt der Abend dann auch merklich an Fahrt auf. Die Band hat sich in den letzten Jahren ja doch eher rar gemacht und nicht wirklich viel live gespielt, was auch den Line-up-Problemen zuzuschreiben gewesen sein dürfte. Jetzt, wo Eike als Sänger wieder zurückgekehrt ist, scheint sich aber alles wieder zum Guten zu wenden, es macht Spaß, den Jungs zuzusehen. Präsi hat einen Gastauftritt und singt sich auch schon mal warm und der absolute Höhepunkt des Sets ist mit Sicherheit das akustische Cover von 'The Fog'. Die Jungs von Mr. Anderson sehen ehrlich beeindruckt aus, dem Rest der Anwesenden geht es kaum anders. Sehr schöne Idee und eine extrem gelungene Umsetzung, vielleicht schafft es das Stück ja auch auf die noch zu erscheinende DVD, die Version hat es auf jeden Fall verdient, der Nachwelt erhalten zu bleiben.

Nach einer relativ kurzen Umbaupause wird es dann ernst. Es wird dunkel, ein Countdown ertönt, dann kommen die Fanfaren von 'The Final Countdown'. Die Band kommt auf die Bühne, die Masse jubelt und drängt nach vorne und mit 'Coming Home' wird gleich richtig in die Vollen gegangen. Das Set bietet eine schöne Mischung aus älteren, neuen und ganz neuen Stücken (von denen die meisten ziemlich gut rüberkommen, schade, dass man das nicht mehr live erleben wird), die Meute vor der Bühne tobt und schwitzt und zwischendrin sind immer mal wieder ein paar nette Coversongs eingestreut. Mit ungefähr zwei Stunden ist das Set ziemlich lang, deckt aber alle Phasen der Band gut ab und lässt vermutlich so gut wie keine offenen Wünsche zurück. Zum Ende hin merkt man dem Publikum die Erschöpfung an, die Reihen lichten sich etwas, pünktlich zum letzten Zugabeblock geben alle Beteiligten aber dann noch mal ihr letztes. Die Show bildet einen mehr als würdigen Schlusspunkt für die Geschichte von Mr. Anderson, das Volk verteilt sich mit glücklichen Gesichtern in die Nacht. Im Heimat&Hafen findet dann noch die offizielle Aftershowparty statt, auf der die Band zwar erst recht spät, aber auch mit glücklichen Gesichtern auftaucht, um auch den Rest der Nacht noch zum Tag zu machen.

R.I.P., Mr. Anderson!!!


Verfasst von Bexx am 24.06.2012 um 20:44 Uhr | Comments: 1


Kommentare

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#1 James [viagraomz.com/] schrieb am 02.11.2017 um 13:18 Uhr:
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